1. Zeit zum Tagträumen
Frau am Herd träumt

Deine Kreativität wohnt in der rechten Hirnhälfte. Hier regieren nicht die Sprache und das Bewusstsein, sondern Intuition, Bilder und Geschichten. Dieses Denken zeigt sich als Tagträumen: Du steuerst dabei nicht, was dir durch den Kopf geht, folgst keinem bewussten Plan. Dadurch kann der kreative Teil deines Gehirns seine Prozesse entfalten. Was dir dabei durch den Kopf geht, mag zufällig und zusammenhanglos wirken, in Wirklichkeit ist es der Kern der kreativen Arbeit: Erfahrungen werden verbunden und neu geordnet, Ideen suchen und finden sich, bringen neue Formen, Bilder und Geschichten hervor. Diese Art des Denkens kann sich prima beim Kochen und Gärtnern, beim Joggen und Wandern entfalten. Es stört sie nicht, deine Aufmerksamkeit mit praktischen, körperlichen Tätigkeiten zu teilen. Aber Sprache und Logik stören beim Tagträumen, genau wie dauernde Unterbrechungen. Deshalb mach das Smartphone beim Kochen aus, hör beim Autofahren mal keine kluge Nachrichtensendung, lass dich beim Tagträumen nicht von WhatsApp und Insta stören. Deiner Kreativität Gutes tun, heißt: ihr Tagträum- Zeit schenken.

2. Zeit, deinen eigenen Erfahrungen zuzuhören

Wir beschäftigen uns heutzutage unglaublich viel mit den Erfahrungen von anderen Menschen. Die Medien überschütten ins mit Berichten darüber, was hier oder dort geschehen, X oder Y erlebt haben. Was wir selbst erlebt haben, was unsere Erfahrungen und erzählen, scheint dagegen kaum eine Rolle zu spielen, „Zeit meine Erfahrungen zu spüren und zu verstehen“, steht wohl in kaum einem Terminkalender. Dabei ist dies das wichtigste, das du für dich, für deine Kreativität und für die Welt tun kannst: deine einzigartigen Wahrnehmungen, Gefühle, Gedanken, Beobachtungen, Entdeckungen und Ideen ernst nehmen. Darum, räum in deinem Terminkalender Zeit ein, in der du deinem Inneren lauschst.

 

 

3. Zeit, deine Projekte reifen zu lassen

Wir haben alle so viele Pläne und wir verbinden sie immer mit Zeitvorstellungen. Und legen unserer Kreativität damit Fußfesseln an. Wenn wir ihr sagen: “Bis dann musst du fertig sein!”, wird sie sich bestimmte Gedankenflüge gleich verbieten – sie weiß, dass sie innerhalb des Zeitrahmens nicht ankommen würde. Und so bleibt sie auf dem Boden oder macht nur kleine Hopser, statt richtig abzuheben. Natürlich können wir viele Pläne auch so ausführen. Dann wird die Geschichte halt etwas kleiner bleiben, die Zeichnung nicht ganz tief aus dem Herzen kommen. Aber bei deinem Herzensprojekten solltest du dich nicht mit diesen B-Versionen zufrieden stellen. Es wäre doch schade, bei dem, was dir wirklich wichtig ist, nur kleine Hopser zu machen, wenn ein Ballonflug möglich ist oder eine Expedition zum Planet der Wunderblumen. Gönne deinem Herzensprojekt, zu wachsen und zu reifen, bis die Energie für den großen Flug gesammelt ist. Schenk dir die „Ich warte noch“-Zeit. Man nennt sie auch Geduld.

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Post von nathlieb

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