Selbstbewusster werden mit Karlsson vom Dach

Ich habe mich ja schon in der Frage der Woche , in der kreativen Einladung und in einem pardoxen Vlog mit dem Thema Selbstbewusstsein beschäftigt. Aber mir ist in den letzten Monaten zu dem Thema so viel klar geworden, dass ich hier noch etwas weiter ausholen will. Selbstbewusstsein hat etwas Magisches. Wer es hat, scheint es einfach so bekommen zu haben, ohne Ausbildung oder Prozedur, als hätte das Universum sich entschieden, nur jedem dritten Menschen ein Päckchen von dieser Wundergabe mitzugeben. Und wer nichts oder wenig davon abbekommen hat, der schaut mit Bewunderung auf jene, die ohne Zweifel durchs Leben gehen. Die sich trauen. Die genau das tun, was sie sich wünschen. Genau die sind, die sie sein wollen. Weil Selbstbewusstsein nicht in Flaschen angeboten wird, versuchen viele dann zumindest den Ersatz zu kaufen: selbstsicheres Auftreten.  „Selbstsicheres Auftreten durch Augenkontakt“, „Körperhaltung verbessern für ein selbstsicheres Auftreten“. Natürlich sind diese Fake-it-till-you-make-it-Tricks nicht schlecht, aber ob man dadurch wirklich selbstbewusster wird? Ich denke nicht. Denn Selbstbewusstsein hat nichts mit selbstsicherem Auftreten zu tun. Im Gegenteil, ich glaube, dass wir erst dann wirklich selbstbewusst werden, wenn wir uns genau davon verabschieden: aufzutreten. Ich glaube, es gibt nur eine Sache, die uns davon abhält, genau das zu tun, was wir uns wünschen und genau die zu sein, die wir sein wollen: Wir mögen uns nicht wirklich. Und deshalb versuchen wir eine Andere zu werden, eine bessere Version unserer selbst. Die ein bisschen weniger von diesem hat und ein bisschen mehr von jenem. Denn den meisten von uns gefällt nur einen Teil unserer Persönlichkeit. Das ist auch kein Wunder – wir sind mit der... mehr lesen

Das Paradox vom Selbstbewusstsein – Vlog

Diese Woche dreht es sich hier ganz und gar ums Selbstbewussstein. Wie im Spiegel-Schrank-Video versprochen hier ein Vlog zu meiner grandiosen wissenschaftlichen Entdeckung: Dem Paradox des Selbstbewusstseins. Keine Angst, es ist nicht kompliziert, im Gegenteil, wer es einmal begriffen hat, braucht nicht mehr viel nachzudenken, alles ist ganz einfach :-). Das Paradox vom Selbstbewusstsein P.S. Was mir auch auffiel:  Es reicht nicht, solche Zusammenhänge theoretisch zu begreifen. Vom Kopf her weiß ich das alles schon sehr lange. Spätestens seit meiner Gestalt-Ausbildung, denn in der Gestalt dreht es sich genau um dieses Prinzip: Werden die du bist. Es so begreifen, dass es auch bei den Gefühlen ankommt, kann man es erst, wenn man es erlebt. Erleben kann man das einerseits natürlich im Coaching. Aber auch in guter Gesellschaft: mit Menschen, die auch an sich selbst arbeiten, die auch auf der Suche sind und die sich trauen, ihre eigenen Gefühle, Gedanken und Erfahrungen zu hinterfragen. Wahrscheinlich ist ein Zusammenspiel von all dem gut: Eine Weile Coaching oder Therapie machen, um jemanden zu haben, der dir spiegelt, wie interessant und schön die „seltsamen“ , also: seltenen Teile deiner Persönlichkeit sind. Und dann, gemeinsam mit anderen, dich langsam von all den Hüllen befreien, die deine Persönlichkeit sich aus Scham angezogen hat, die sie aber an der Entfaltung hindern. Das Schöne ist: Mit jedem Milimeter, den du auf diesem Weg vorwärts gehst, gewinnst du Tonnen an Kraft. Wirklich! Nichts macht glücklicher und kräftiger, als dich von dem zu befreien, was dich hindert. Wenn du mehr über Gestalt lesen willst, kann ich dir das Buch „Gras unter meinen Füßen“ von Bruno-Paul de Roeck empfehlen. “... mehr lesen

Was würdest du tun, wenn du selbstbewusster wärst?

Es gab in meinem Leben immer wieder Momente, in denen ich dachte: „Wenn ich nur selbstbewusster, sicherer oder mutiger wäre , dann würde ich …“. Oder „Wenn ich wie … Anna, Petra, Hans oder Cassiopeia wäre, dann…“.  Das Verrückte ist natürlich, dass wir sobald wir diese Frage stellen, eigentlich schon wissen können, dass sie überflüssig ist. Denn wenn es nur eine Frage des Mutes oder des Selbstbewusstseins ist, was hindert uns dann? Nichts. Aber Selbstbewusstsein ist nun mal etwas, das man nicht kaufen kann, weder in Flaschen noch in Tüten. Wenn wir es nicht haben, scheint es unglaublich schwer zu bekommen. Haben wir es, dann fragen wir uns, was daran so besonders sein soll – es ist doch einfach da. Und das Verrückte ist: Desto selbstbewusster – mir selbst vertrauend, mit mir zufriedener – ich werde, desto deutlicher wird mir, dass es beim Selbstbewusstsein gar nicht darum geht, stark oder sicher oder mutig zu sein. Im Gegenteil, es geht darum, mich so zu akzeptieren, wie ich bin: mit meinen Schwächen und Ängsten und Unsicherheiten. Tu ich das, wird alles einfacher. Dann brauche ich fürs Glück nicht erst etwas anderes zu können oder jemand anderes zu werden. Ich kann sofort loslegen, mit kleinen, zarten Schritten ins Ungewisse. Buchtipp: Ein Arbeitsbuch um selbstbewusster zu werden Nathanial Brandon: „Die sechs Säulen des Selbstwertgefühls – Erfolgreich und zufrieden durch ein starkes Selbst“. Ich hab das Buch auf englisch gelesen und weiß nicht, ob die Übersetzung gut ist. Das ganz Besondere an diesem Buch finde ich auch nur zum Teil die Theorie, die ist interessant und lesenwert, aber manches davon hat man woanders auch... mehr lesen

Das Moodboard – kreative Einladung

Auf ins kreative Wochenende! Die Einladung für ein kreatives Wochenende kommt dieses mal als Video daher, es geht ums Moodboard.   Pinnwand oder Moodboard? Hier noch ein Foto von meiner alten Riesenpinnwand – sie war „Stimmungs-Brett“ für viele Projekte gleichzeitig. Einerseits schön, um den Überblick über das Gesamte zu behalten. Andererseits hat so ein kleineres Moodboard, wie ich es im Video vorstelle, eine andere Intensität, weil ich es jeden Tag neu gestalten kann.   Material-Tipps Ganz besonders tolle Bilder finde ich übrigens in uralten National Geographic Magazinen. Schau dich mal auf Flohmärkten danach um. Früher hatte die Zeitschrift noch ein mattes Papier mit charmantmatten Farben. Es lässt sich sehr gut für Collagen nutzen und ist hatptisch interessanter als die neuen Hochglanz-Blätter. Papierschnipsel von Aquarellpapier oder Tonpapier zum Beispiel, hebe ich auf, um darauf meine Slogans oder Fragen zu... mehr lesen

Neue Woche, neue Frage:

      Spielen darf man auch in den Kalender eintragen – ich bin nur nie darauf gekommen. Aber seit einiger Zeit nutze ich eine App, die mir hilft, meinen inneren Plänen treu zu bleiben. Für diese Woche habe ich mir zwei mal am Tag Zeit zum Spielen eingeräumt – einmal morgens bevor ich mit der Arbeit anfange, 10 Minuten. Und dann um 15 Uhr, das ist der Tiefpunkt in meinem Biorhythmus eine Viertelstunde „Draußen spielen“. Statt Spazierengehen werde ich da vielleicht auf Mauern laufen oder Hinkelspiele machen. Das mir das nicht früher eingefallen ist! Ich freu mich schon. Spannende Links zum Thema Spielen: The serious side of play: http://www.creativityatwork.com/2009/04/14/newsletter-the-serious-side-of-play/ Tim Brown’s Ted Talk https://www.ted.com/talks/tim_brown_on_creativity_and_play#t-9524... mehr lesen

Zeitung trifft Bauch

Kreative Einladung Ich liebe es, Bücher oder die Zeitung zu übermalen. Für mich ist das eine der effektivsten Kreativitätstechniken und Befreiungstools. Vor allem, wenn der Untergrund hässlich ist. Prima funktionieren auch Reklameflyer oder Müslischachteln. Denn wenn ich auf hässlichem Untergrund male, habe ich keine Angst: Alles, was ich  mache, kann nur besser sei, als der Status Quo. Außerdem nehme ich mir vor, die Seite anschließend wegzuwerfen. Einerseits, wei ich beim besten Willen nicht all mein Gekritzel aufheben kann. Vor allem aber, weil ich so verhindere, dass sich beim Kritzeln plötzlich Ansprüche entwickeln. Wenn beim Kritzeln nämlich etwas entsteht, das mir gefällt, bekomme ich nämlich oft Angst, dieses Schöne zu zerstören. Wenn ich weiß, dass das, was ich mache, am Ende doch im Mülleimer landet, verschwindet diese Angst.  (Wie wichtig es sein kann, ohne Ziel und ohne ästhetische Ansprüche zu arbeiten, habe ich in meiner Ode an den kreativen Kuhfladen beschrieben. ) Und mir fällt gerade ein, dass Eric Maisel hierzu auch Wunderbares geschrieben hat, das muss ich demnächst mal rauskramen. Aber zurück zur Zeitung: Noch ein Grund, warum ich gerne auf Zeitung oder Flyern male ist,  dass die Worte und Bilder auf dem Untergrund mein Unterbewusstsein zu Assoziationen verlocken. Wenn ich anfange, denke ich oft, eine besonders langweilige Zeitungsseite erwischt zu haben (dieses mal sogar eine besonders gruselige, denn unten stand, wie ich erst beim Arbeiten entdeckte, ein Artikel über die NSU). Aber wenn ich dann loslege, tauchen auf einer scheinbar uninteressanten Seite dann oft ganz wunderbare Worte auf. Vielleicht hatte mein Unterbewusstes sie schon beim Auswählen der Seite entdeckt? Und deshalb bei dieser Seite laut „Hier“ gerufen, weil... mehr lesen

Ode 8: An die kreativen Weggefährten

Wie wichtig kreative Weggefährten für mich und meine Arbeit sind, begriff ich durch die ein paar sehr spannende Bloggerinnen, die mich in den letzten Monaten interviewt haben.  Daher ein herzliches Danke an: Susanne Ackstaller (die mir Fragen über Mode und Schönheit stellte), Ulrike Zecher (die mich mit ihren Blaumacherfragen zu neuen Gedanken über Prokrastination  inspririerte), Simone Harland  ( deren Fragen zu meiner Verlagsgründung den Anlass für meinen Text „Sieben gute Gründe für einen eigenen Verlag“ formten) und Christa Goede (deren kluge Fragen mir deutlich machten, wie sehr sich meine Auffassung von „Authentizität“ sich in den letzten Jahren doch verändert hat). Ohne Euch würde es diese Ode nicht geben. An meine kreativen GefährtInnen Ohne meine kreativen Weggefährten würde ich meinen Weg nicht mit der gleichen Kraft gehen.  Ob sie gleich hier um die Ecke wohnen, in Berlin oder Amsterdam oder am anderen Ende der Welt, das ist egal. Denn was uns verbindet, ist der kreative Prozess. Wir haben uns derselben Aufgabe verschrieben: Unsere kreative Arbeit zu machen, mit allem was dazugehört. Mit der Angst, dem Spaß, der kurvigen Biografie, den Glücksmomenten, dem manchmal lange ausbleibenden Erfolg, dem Unverständnis der Umgebung, der Inspiration, der Fragen, den Zweifeln und der Ungewissheit, wo unser Weg uns hinführen wird. So unterschiedlich unsere Arbeiten sind, wir teilen dieselben Werte. Weil wir die kreative Arbeit wichtiger finden, als Geld, als Karriere, als Status. Kreative Weggefährten sind für meine Arbeit wichtiger als Pinsel und Tusche, Verkäufe oder Auszeichnungen. Sie sind gleichzeitig Voraussetzung und Gewinn meiner Arbeit. Was sie für mich und meine Arbeit tun ist unersetzlich und sie tun es auf fünf wichtige Weisen: 1. Kreative GefährtInnen... mehr lesen

Mein Verlagstraum

Ich hatte versprochen, dass ich Euch von meinem Verlagstraum erzähle. Aber da Träume nicht in Worte gefasst werden können, ohne einen wichtigen Teil ihrer Ladung zu verlieren, kommen hier nur drei Szenen aus meinem Traum-Verlag. Ich könnte so viel mehr erzählen – aber damit würde ich zuviel festlegen. Warum das meinem Traum nicht gut täte, könnt ihr hier nachlesen… Verlagstraum Szene 1:  Verlagstraum Szene 2: Verlagstraum Szene 3:   Zu vage? Nee, genau richtig. Diese Bilder – und ein paar mehr, die ich noch im Inneren trage – sind kraftvoll und können mir gut den Weg weisen. Sie erzählen mir, was am wichtigsten ist:  Hat der Verlag die Wirkung, die ich mir erträume? Steht die Tür immer offen? Nehme ich mir die Zeit für meine Leser und deren Geschichten und Bedürfnisse? Tut mir die Arbeit gut, enge ich meinen Kreativität nicht mit überflüssigen Regeln und Etiketten ein, macht sie mir Spaß? Und arbeite ich nicht zuviel allein, nutze ich die Kraft der Kooperation, lasse ich mich inspirieren, mir helfen, mich von anderen begeistern und gebe ich selbst mit ganzem Herzen weiter? Diese drei Bilder sind ein starker Kompass für meinen Inneren Businessplan! Gerade weil es nicht Zahlen oder Value Propodingse sind, sondern Bilder, die in mir gewachsen sind, die von Herzen kommen und die ich in jeder Faser meines begeisterten Körpers fühlen kann. Ich mach mich jetzt auf. Es geht los! * Kommt dir der Bildaufbau von der dritten Zeichnung bekannt vor? Ich musste beim Zeichnen eben an einen Salon... mehr lesen

Die Kunst mir selbst beim Träumen zuzuhören

Als ich anfing, an meinem kreativen Businessplan zu arbeiten, stellte ich mir vor, dass ich mich als ersten Schritt mit meinen Werten beschäftigen müsste. Ich hab jede Menge Bücher über soziales Unternehmen gelesen, sehr bewegende und inspirierende Biografien und Pamphlete von sozialen UnternehmerInnen wie Anita Roddick, Tony Hsieh, Adam Braun und Blake Mycoskie. Und ich bin mir sicher, dass ich diese Bücher noch sehr gut werde gebrauchen können – aber nicht im ersten Schritt. Denn das Nachdenken über die Wege und Werte dieser Unternehmer hat mich von dem weggeführt, was ich doch gerade als Ausgangspunkt nehmen wollte: Das was mein Herz zum Funkeln bringt. Es entbehrt nicht einer gewissen Tragikomik, wie ich es immer wieder schaffe, mich selbst auf Umwege zu bringen. Aber gut – inzwischen habe ich es ja begriffen. Und auch, warum es so schwer ist, mich erst mal auf das zu konzentrieren, was mir selbst wirklich wichtig ist. Ich habe eben nie gelernt, meine Träumen zu hören.   1. Unerhörte Träume Ich habe mir auch nie erlaubt, meinen Träumen wirklich zuzuhören. Ihnen mit Zeit, Geduld und Offenheit zu lauschen, bis sich sich mir in allen Details erzählt haben. Sie nicht gleich nach den ersten drei Sätzen zu unterbrechen und zu rufen: „Ich weiß, was du meinst“. Sie nicht gleich mit Etiketten zu belegen: „Aha, ein Kleinverlag“.  Und ihnen nicht mit voreiligem Geplane die Luft zum Atmen zu nehmen: „Jetzt sind schon drei Monate vorbei und wenn du bis zur Buchmesse zwei Bücher veröffentlichen willst, dann aber los!“ Träume sind wild und groß und frech und vor allem neu und unbekannt (sonst wären es ja keine Träume).... mehr lesen
Männer mit Bärten reden über Bücher

Neu: 7 gute Gründe für den eigenen Verlag

Der Zacken-Verlag – mein Herzensding!

Comiczeichnerin als Alien

Unternehmen mit Herz und Farbe!!!

Genug der grauen Unternehmer-Seiten. So wenig Farbe, so wenig Bilder, so wenig Herz. Das muss anders gehen. Was mir fehlt, will ich mir selber machen:

Ein kreatives Business Blog

für UnternehmerInnen wie mich – die mit dem Herzen bei der Sache sind.